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Krka Nationalpark - Naturwunder Dalmatiens

Text und Fotos: Dennis Gloth

Flüsse und Bäche, Seen und Wasserfälle soweit das Auge reicht. Das ganze umgeben von grünen Wäldern. Natur pur. Die Rede ist vom Krka Nationalpark, der zwar eine ganze Ecke kleiner als der Nationalpark Plitvicer Seen ist, sich aber keinesfalls vor diesem verstecken muss.

Skradinski buk im Krka Nationalpark, Kroatien
Skradinski buk ist der zweitgrößte Wasserfall des Krka Nationalparks.

Wir haben den Ausflug zum Nationalpark über unseren Reiseveranstalter gebucht. Zwar hatten wir auch nach Alternativen mit öffentlichen Verkehrsmitteln geschaut, aber das war uns letzten Endes doch etwas zu riskant und so haben wir uns für den leichteren Weg entschieden. Für umgerechnet etwa 60€ (Busfahrt und Eintritt zum Krka Nationalpark) pro Person sollte es eine Stadtführung mit anschließender „Freizeit“ durch Šibenik geben und die Fahrt in den Nationalpark.

Ein "Abstecher" nach Šibenik

Morgens wurden wir direkt vor unserem Hotel abgeholt. Bevor es zum ersten Stop nach Šibenik ging, wurden aus umliegenden Hotels noch einige Gäste eingesammelt. Während der Bus dann Kurs auf die Stadt nahm, hat die nette Touristenführerin von Elite Travel uns erzählt, dass das Programm etwas gestrafft werden müsse, da auch Gäste von der Insel Brač mit an Bord sind und diese Abends ihre Fähre von Split zurück zum Hotel bekommen mussten.    

Wer hat an der Uhr gedreht? Wer genau hinschaut, wird die etwas andere Anordnung der römischen Zahlen erkennen.
Wer hat an der Uhr gedreht? Wer genau hinschaut, wird die etwas andere Anordnung der römischen Zahlen erkennen.

Aufgrund dessen wurde aus den geplanten circa zwei Stunden für Šibenik schließlich nur noch eine Stunde. In der Stadt wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe für die englischsprachigen und eine weitere für die deutschsprachigen Touristen. Die Touristenführerin hat sich viel Mühe gemacht, uns in der kurzen Zeit so viel wie möglich über die Stadt zu vermitteln. Eine beeindruckende Geschichte bietet diese allemal. So verfügt Šibenik zum Beispiel über vier Festungen, von denen wir aber aus zeitlichen Gründen leider keine einzige besuchen konnten.   

Hausfassade mit Fenster in Šibenik
Auch in Šibenik lohnt sich der Blick nach oben ...
Blumen und Eingangstor in Šibenik, Kroatien
... und in die Gassen.

Bekannt ist Šibenik aber besonders für die Kathedrale des heiligen Jakob. Wenigstens diese wollten wir uns genauer ansehen. Aber auch hier wurde uns leider ein Strich durch die Rechnung gemacht. Denn ausgerechnet an unserem Ausflugstag fand im Inneren der Kirche eine Feier in geschlossener Gesellschaft statt. Im Nachhinein muss man leider sagen, dass sich der Ausflug nach Šibenik nicht unbedingt gelohnt hat. Allerdings nicht, weil die Stadt nichts zu bieten hätte. Ganz im Gegenteil. Wir hätten uns hier gern noch einiges angesehen. Aber der straffe Zeitplan des Veranstalters lies es leider nicht zu.

Die Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik.
Die Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik.
Blick auf das Rathaus von Šibenik gegen über der Kathedrale.
Blick auf das Rathaus von Šibenik gegen über der Kathedrale.

Auf zum Krka Nationalpark

Nachdem alle wieder im Bus saßen, fuhren wir knapp 15 Minuten zum Krka Nationalpark, der seinen Namen vom 17,2 Kilometer langen Fluss Krka hat. Im 109,5 km² großen Nationalpark befinden sich sieben große Wasserfälle von denen wir den Zweitgrößten besucht haben, den Skradinski buk. Leider war auch hier unsere Zeit knapp bemessen. Hier hätten wir sonst ohne Probleme den ganzen Tag verbringen können. 

Krka Nationalpark, Kroatien
Schon der Blick aus dem Bus war mehr als imposant.

Da ich schon lange den Wunsch hatte, Wasserfälle zu fotografieren, habe ich auch direkt die Kamera aufs Stativ geschraubt und losgelegt. Das war aber nicht immer ganz leicht, da der Park zur Mittagszeit extrem voll war. Wir mussten also auch einiges an Geduld mitbringen, wenn wir ein gutes Motiv für uns haben wollten. Und davon gab es dort einige. Wir waren überwältigt von der Landschaft, den unzähligen Flussläufen und dem klaren Wasser. Gefühlt alle 2 Meter kamen wir zum Stehen weil wir etwas Schönes oder Interessantes entdeckt haben.

Krka Nationalpark, Kroatien
Selbst die kleinen Flüsse haben uns begeistert.
Krka Nationalpark, Kroatien
Und natürlich auch das klare Wasser.

Krka Nationalpark, Kroatien
Krka Nationalpark, Kroatien

Während ich im Prinzip mit den Fotos schon zufrieden gewesen wäre, hatte meine Freundin noch einen ganz anderen Wunsch. Der Krka Nationalpark bietet seinen Besuchern etwas, dass es woanders nicht gibt. Hier habt ihr nämlich die Möglichkeit vor dem Skradinski buk schwimmen zu gehen. Also solltet ihr euch auch unbedingt Schwimmsachen einpacken. ;) Während meine Freundin gar nicht schnell genug im Wasser sein konnte, habe ich mich erst etwas gesträubt, weil hier leider keine Schließfächer oder ähnliches vorhanden sind und ich ja meine Fotoausrüstung dabei hatte. Nachdem wir aber einen „sicheren“ Platz für mein Equipment gefunden haben, habe ich mich auch in das kühle Nass gewagt. Bei den warmen Temperaturen war das natürlich die perfekte Abkühlung und am Ende wollte ich gar nicht mehr raus.    

Skradinski buk, Krka Nationalpark, Kroatien
Das Angebot, vor dem Wasserfall zu schwimmen, wird dankend angenommen.

Aber leider durften wir auch hier die Zeit nicht aus den Augen verlieren und so mussten wir uns bald wieder in Richtung Bus bewegen, damit die Touristen von der Insel rechtzeitig nach Split kamen. Als wir alle im Fahrzeug saßen und es eigentlich losgehen sollte, kollabierte unser Fahrer. Sichtlich mitgenommen war dadurch natürlich auch unsere Reiseleiterin, die unter diesen schweren Umständen auch noch einen Ersatzfahrer organisieren musste, um alle Gäste wieder zurück zu ihren Hotels zu bekommen. Wir hoffen, dass der Fahrer wieder vollständig genesen ist und es ihm wieder gut geht.

Reisebus, Coach, Elite Travel, Kroatien
Mit diesem Bus ging es leider nicht mehr zurück.
Mautstation in Kroatien
An dieser Mautstelle mussten wir in einen kleineren Bus steigen.

Die Rückfahrt wurde durch den Vorfall etwas abenteuerlich. Nachdem der erkrankte Busfahrer vom Notarzt abgeholt wurde, kam nach circa einer Stunde ein Ersatzbus, der uns abholte. Um die eine Gruppe noch pünktlich zur Fähre zu bekommen, mussten wir unterwegs aufgeteilt werden. Der „große“ Bus sollte dann direkt nach Split durchfahren, während die andere Gruppe an einer Mautstelle auf der Autobahn in einen kleinen Bus umsteigen musste. Das hat glücklicherweise aber ohne Gefahr und Probleme geklappt und so kamen vermutlich alle rechtzeitig zurück zu ihren Unterkünften.    

Fazit

Abschließend muss ich zu dem Ausflug sagen, dass man ihn unbedingt machen sollte. Allerdings vielleicht lieber auf eigene Faust mit einem Mietwagen (sofern man nicht mit eigenem PKW nach Kroatien gereist ist). Dann würde ich mich aber für ein Ausflugsziel entscheiden. Šibenik ODER den Krka Nationalpark. Beides war rückblickend zu viel an einem Tag, weil man zum einen die Stadt nicht vernünftig erkunden konnte und zum anderen vom Nationalpark nur einen klitzekleinen Teil sehen konnte. Und gerade der Nationalpark hat vermutlich noch eine ganze Menge mehr zu bieten als den Skradinski buk.    

Bildergalerie Šibenik und Krka Nationalpark

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