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Trogir - Ausflug in die Vergangenheit

Text und Fotos: Dennis Gloth

Alte Gemäuer, verwinkelte Gassen und ein schöner Markt zeichnen die kleine, ca. 30 Kilometer von Split entfernte Hafenstadt aus. Beim durchkreuzen der Wege zwischen den alten Häusern fühlt man sich schnell in eine andere Zeit versetzt.

Hinterhof in Trogir, Kroatien.
Eine Kulisse wie gemalt. Dieser kleine Hof in einer der Gassen hat uns nicht mehr losgelassen.

Der alte Stadtkern liegt auf einer kleinen Insel zwischen dem Festland Dalmatiens und der Insel Čiovo. Zu Trogirs Sehenswürdigkeiten zählen das Stadttor, die Stadtmauer, die Kathedrale St. Laurentius und vieles mehr. Ein Spaziergang durch die vielen schmalen Gassen lohnt sich aber auch. Hier gibt es quasi hinter jeder Ecke etwas zu entdecken. 

Trogir

 

Gespannschaft: Split-Dalmatien

 

Fläche: 39,10 km²

 

Einwohner: 13.192 (2011)

 

(Quelle: Wikipedia.de)


St. Laurentius Kathedrale, Trogir, Kroatien.
Die St. Laurentius Kathedrale ...
Marktplatz in Trogir, Kroatien
... und der kleine Marktplatz direkt vor der Kirche.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Festung Kamerlengo, die man für umgerechnet etwa 3,50€ besichtigen kann. Zwar gab es im Inneren der Festung nicht viel zu sehen (zumindest als wir dort waren), dafür lohnt sich aber der Weg nach oben auf den Turm. Hier hat man einen tollen Blick über die gesamte Altstadt von Trogir. Nachdem wir dort eine ganze Weile verbracht haben, ging es wieder zurück in den historischen Stadtkern, denn wir hatten zu dem Zeitpunkt noch längst nicht alles gesehen.

Die Festung Kamerlengo, Trogir, Kroatien
Die Festung Kamerlengo kann für 25 Kuna Eintritt besichtigt werden.
Wer hoch möchte, sollte allerdings einigermaßen gut zu Fuß sein.
Wer hoch möchte, sollte allerdings einigermaßen gut zu Fuß sein.

Blick über Trogir, Kroatien
Der Aufstieg auf den Turm lohnt sich aber definitiv. Von dort aus hat man einen schönen Blick über die Promenade und die Altstadt.

Von der Promenade zum Markt

Nachdem wir weiter Gassen passierten, landeten wir eher zufällig auf einer Art Flohmarkt, auf dem man hauptsächlich Souvenirs kaufen konnte. Doch schnell änderten sich die angebotenen Artikel von T-Shirts, Hüten und Sonnenbrillen in Knoblauchzähen, Melonen und Weintrauben und ehe wir uns versahen, befanden wir uns auf einem wunderschönen Markt. Die Händler sprechen einen beim Durchstreifen der Marktstände oft an und bieten auch viel zum kosten an. Aber niemals aufdringlich, sondern immer sehr freundlich. Hätten wir kein All-Inclusive-Angebot des Hotels gehabt, hätten wir hier sicherlich viel eingekauft, denn die frischen Lebensmittel haben schon allein vom Hinsehen Appetit gemacht.

Markt in Trogir, Kroatien
Neben einem Markt für Kleidung und Accessoires ...
Markt in Trogir, Kroatien
... befindet sich noch ein sehr schöner "Green Market".

Alarm im Paradies

Doch so schön die Gegend um und in Trogir auch ist, hat die Hafenstadt einen geographischen Nachteil, wofür sie allerdings nichts kann. Sie liegt mitten in der Einflugschneise des Flughafens von Split. So überfliegen täglich unzählige Flugzeuge die Stadt, was nicht zuletzt dem Tourismusboom Kroatiens in den letzten Jahren geschuldet ist. Da der historische Stadtkern zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, wurde von der Organisation bereits der Neubau des Flughafens an anderer Stelle gefordert. Die UNESCO befürchtet, dass die historischen Gemäuer der Stadt durch das Überqueren der Flugzeuge irgendwann Schaden nehmen könnten. Diese möchte den Neubau des Airports allerdings nicht finanzieren und so bleibt er vorerst an der Stelle wo er sich aktuell befindet und wird zur Zeit sogar noch vergrößert, um den jährlich steigenden Zahlen der Touristen Herr zu werden.

Bildergalerie Trogir

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